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Aktuelles

22.12.2017
 

Wenn der nächste Angehörige nicht mehr da ist...

Von Trauernden, die erstmals ohne ihren Verstorbenen Weihnachten feiern müssen

 

Tod und Sterben – ein Thema, von dem man in der Woche vor dem Weihnachtsfest, das dem Ursprung nach als göttliches Geburtstagsfest gefeiert wird, besser nichts hören möchte. Dennoch sind gerade die bevorstehenden Feiertage für viele Menschen in einer persönlichen Trauersituation schwer, belastend und mit Tränen verbunden. In diesem Jahr haben Menschen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von rund 915.000 in Deutschland verstorbenen Angehörigen Abschied genommen. Jetzt steht das erste Weihnachtsfest ohne den Partner, die Großeltern, Eltern oder gar ohne ein verstorbenes Kindes an. Psychologen wissen um den emotionalen und psychischen Stress, den Trauernde in den letzten Tagen des Jahres durchleben müssen. Das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur weist darauf hin, dass das erste Weihnachten ohne einen geliebten Menschen besonders berührend und einprägsam ist: „Es ist wichtig, sich der eigenen Trauer und den Tränen zu stellen, diese nicht wegzudrücken und zu meinen, an Weihnachten eine scheinbare Idylle aufbauen zu müssen. Wer die Kernbotschaft des Weihnachtsfestes verstanden hat, weiß, dass die Geburt des Neuen immer auch mit dem Prozess eines tränenreichen Abschieds verbunden ist“, so Oliver Wirthmann vom Kuratorium Deutsche Bestattungskultur. Er rät daher dazu, Angehörige und Eltern zwar herzlich zur Feier des Heiligen Abends nach Hause einzuladen, wenn aber der Witwer oder die Witwe lieber alleine diese Stunden verbringen möchte, diese nicht zu drängen oder zu einer Feier im großen Kreis der Familie zu nötigen. Trauer um Angehörige kann ganz verschiedene Formen annehmen, sowohl Austausch und Gespräch im Kreis der Familie wie auch Stunden der persönlichen Besinnung und des In-sich-Gehens mit einer Kerze und einem Bild des Toten sind heilsam.

In diesem Sinne wünschen wir vom gesamten Gölz Raible Team eine gesegnete und friedvolle Weihnacht und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

 
5.12.2017
 

Wenn einen der Winterblues packt …

… dann ist das laut einer Internet-Definition keine Krankheit, sondern eine normale Reaktion auf den Wechsel der Jahreszeiten.

Das ist die gute Nachricht!

Die schlechte ist, dass sehr viele Menschen vom Winterblues gepackt werden und er äußerst unangenehm ist, dieser Blues. Er stellt sich ein, wenn es tagsüber gar nicht richtig hell werden will, ein dauerhafter Nieselregen den aus Kindheitserinnerungen romantischen Schnee ersetzt und vielerorts Trübsal geblasen wird. Es geht einem einfach schlecht.

Der Hauptgrund für den Trübsinn ist aber gar nicht der Regen oder die umgestellte Uhr, sondern wohl der Mangel an Tageslicht, denn dieses ist wichtig für die Produktion des Muntermacherhormons Serotonin. Ohne das sind wir müder als sonst und das begünstigt den Winterblues.

Was tun? Trotzdem rausgehen, denn das wenige Tageslicht ist immer noch besser als die Deckenlampe des Wohnzimmers, das Wetter Wetter sein lassen und die gemütlichen Seiten des Winters genießen. Nach dem Spaziergang heimkommen, etwas Warmes trinken und einen lässigen Blues auflegen, das entspannt und macht gute Laune.

Und: Ab dem 21. Dezember geht es definitiv wieder bergauf, denn dann werden die Tage schon wieder länger!

In diesem Sinne wünschen wir eine frohe und gemütliche Winter- und Weihnachtszeit!

Bild: By Андрей Кровлин - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=58572597

 
6.11.2017
 
Veranstaltung der Ökumenischen Hospizgruppe Kornwestheim
"Was geschieht wenn Menschen trauern - wie helfen wir einander?"
 
 
 
 
6.11.2017
 
Neue Homepage...
 
ist jetzt online. Gerne dürfen Sie uns ihr Feedback geben. Lob, Kritik, Verbesserungen oder haben wir vielleicht noch etwas vergessen ? Schauen Sie sich auch unser neues Video an !
 
Ihr Gölz Raible Team.
 
 
 
12.9.2017

Zu Gast beim Kocher und Jagsttalverein.

Auf Einladung von Frau Rüffel durfte Stefan Raible ein Vortrag zur Bestattungsvorsorge halten. Vor vollem Saal ließen es sich die interessierten Zuhören nicht nehmen einige Fragen loszuwerden. Vielen Dank an den Kocher und Jagsttalverein für die Einladung !
 

20.7.2017

Neue Homepage.

Unsere neue Homepage wird demnächst an den Start gehen, auch ein wirklich toll gewordener Imagefilm ist darauf zu sehen. Unsere Partner von Erasmus A. Baumeister sind eifrig am arbeiten. Wir sind gespannt.

Ihr Gölz Raible Team.



20.06.2017

Einfach mal rausgehen und durchatmen

Die Zeit der ständigen Kälte ist vorbei und schon seit einer ganzen Weile zeigt der Frühling an allen Ecken, wie farbenfroh und facettenreich unsere Welt auch jenseits der HD-Bildschirme sein kann. Sonne und Wärme beleben das Gemüt und bringen uns manchmal sogar so richtig ins Schwitzen. Da ist es dann nicht weiter schlimm, wenn zwischendurch mal eine Wolkenfront aufzieht – ganz ehrlich: Was gibt es denn Angenehmeres als das erfrischende Gefühl von kühlem Sommerregen auf der Haut?

Es ist jedes Mal erstaunlich, was der Wechsel der Jahreszeit bewirken kann. Probleme, die wir den Winter über mit uns herumgetragen haben, können sich im sonnengestärkten Herzen verändern und werden zu Herausforderungen – und zwar zu solchen, die sich bewältigen lassen. Und wenn uns nun etwas umtreibt, dann ist es einfach an der Zeit, einen Schritt vor die Tür zu wagen. Die Füße über Bürgersteige, Feldwege und Wiesen wandeln zu lassen und dem Kopf damit den Raum zu geben, den er braucht. Beim Gehen denkt es sich häufig besser als eingezwängt in der Wohnung oder im Büro. Unter freiem Himmel können sich die Gedanken besser entfalten – was auch wundervoll ist für den kleinen kreativen Schub für zwischendurch. Manchmal reichen dafür schon wenige Minuten.

Und was so leicht in den Hintergrund rückt: einfach mal entspannen. Einige Momente auf der Wiese liegen oder es sich auf einer Parkbank gemütlich machen. Die Sonne durch die geschlossenen Augenlider spüren. Den Kopf freibekommen. Sich etwas Zeit nehmen, um zurückzublicken.

Es klingt vielleicht seltsam – aber auch der stille Gang über den Friedhof kann sehr beruhigend und inspirierend sein. Allein der Gedanke daran, welche Geschichten sich hier verbergen. Dieser Ort hat viel zu erzählen über das, was vor uns war. Und wenn wir ihn schließlich wieder verlassen, haben wir womöglich auch ein geschärftes Bewusstsein für das, was vor uns liegt.

Bild: By Uoaei1 - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50284353


18.05.2017

Wenn da plötzlich diese riesige Wand vor uns steht

Wie viel Zeit unseres Lebens verschwenden wir damit, gegen Wände zu laufen? Wenn etwas schiefgeht oder nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben, worauf konzentrieren wir uns dann? Auf das Loslassen und Weitermachen – nun aber auf anderen Wegen? Oder nicht doch vielmehr auf den Schmerz über das Scheitern und den verzweifelten Wunsch nach einer göttlichen Fügung?

Ob es sich um ein verpatztes Bewerbungsgespräch handelt, eine zerbrochene Beziehung oder gar den Verlust eines geliebten Menschen – es dauert meist eine ganze Weile, bis wir die Situation akzeptieren und den Blick wieder öffnen können. Da ist plötzlich diese riesige Mauer vor uns und wir müssen irgendwie hindurch. Also rennen wir dagegen an, wieder und wieder. Aber warum wollen wir überhaupt hindurch? Ist es denn nicht besser, einen Schritt zurückzutreten und einen Weg zu suchen, der an ihr vorbeiführt?

Wir tun weder uns noch anderen einen Gefallen damit, wenn wir der Wut oder dem Schmerz zu viel Raum zugestehen. Wenn wir zulassen, dass sie unser Handeln bestimmen. In den meisten Fällen machen wir es dadurch sogar noch viel schlimmer, steigern uns womöglich mehr und mehr hinein, bis uns die Ereignisse irgendwann vollkommen lähmen. Sicher, es ist schwer, manchmal sogar unmöglich, seine Gefühlswelt zu kontrollieren. Doch wir können es zumindest versuchen, können die Situation zu akzeptieren lernen. Manchmal muss man erst loslassen, um wieder klar sehen zu können. Das braucht Zeit. Doch diese Zeit können wir uns nehmen.

Wenn wir die Dinge selbst nicht ändern können, dann können wir immer noch unseren Umgang mit ihnen verändern. Können uns auf die guten Aspekte konzentrieren, so klein sie auch sein mögen. Aus Fehlern lernen, schöne Erinnerungen bewahren, das wertschätzen, was wir haben. Das hilft vielleicht nur minimal. Aber es ist besser, als gegen Wände zu laufen.

Bild: Von Dietmar Rabich - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=51050967


26.04.2017

Gestern habe ich über den Tod nachgedacht …

Gestern habe ich darüber nachgedacht, was wohl passiert, wenn ich mal tot bin. Also ob ich dann in den Himmel komme und so. Wie es da so aussieht und ob es den Menschen da gut geht. Dann habe ich mich gefragt, ob es den Himmel überhaupt gibt. Meine Schwester hat gesagt, das alles ist Blödsinn. Wenn wir tot sind, dann sind wir tot. Da ist dann nichts mehr. Nur Schwärze und so.

Ich weiß nicht, ob sie recht hat. Mama glaubt an den Himmel und ich weiß, dass Mama oft recht hat. Also hoffe ich, dass es den Himmel gibt und dass ich mal dorthin komme. Aber ich weiß es ja nicht und wenn es soweit ist, dann kann ich ja eh nichts daran ändern. Also brauche ich auch nicht darüber nachzudenken.

Nur gibt es ja dann nicht nur mich, wo immer ich dann bin, sondern auch die anderen: meine Schwester und meinen Bruder und meine Mama und meinen Papa und Oma und Opa und meine andere Oma und meinen anderen Opa. Die sind bestimmt traurig, weil ich nicht mehr da bin. Sie wollen bestimmt auch, dass ich es gut habe und dass meine Beerdigung schön ist. Und dann habe ich über Beerdigungen nachgedacht.

Das ist ja ganz unterschiedlich. Die Oma von meiner Freundin wurde auf einem Friedhof beigesetzt, wie sich das gehört, aber der Vater von einem aus meiner Klasse, der wurde erst verbrannt und dann wurde die Asche mitten auf dem Meer begraben. Also begraben ist ja nicht das richtige Wort, sie wurde einfach in so einem Gefäß ins Wasser gelassen. Und dieses Gefäß löst sich dann auf und dann ist dieser Mensch da mitten im Meer, überall.

Ich finde, das ist ein schöner Gedanke, überall im Meer zu sein. Ich habe darüber nachgedacht, dass ich das auch gerne so hätte. Da schwimme ich dann in ganz kleinen Teilchen im Wasser und kann die ganze Welt sehen. Das Meer ist ja riesig und ich kann überallhin. Und wenn es warm ist, dann gibt es Wasserdampf und vielleicht bin ich dann auch in dem Wasserdampf und steige nach oben in den Himmel. Und wenn es da oben dann kalt wird, dann komme ich als Schnee oder Regen wieder herunter und kehre zurück ins Wasser. Dann bin ich ein Teil des Wasserkreislaufs, wie wir ihn in Erdkunde gelernt haben. Das ist doch voll schön, oder? Wenn wir uns jetzt vorstellen, all die Menschen, die jetzt nicht mehr da sind, sind die ganze Zeit im Wasser oder in der Luft. Also, ich find‘ das toll.

Aber dann habe ich gedacht, dass Mama das vielleicht nicht so schön findet. Als Uropa und dann Uroma gestorben sind, da gab es so eine richtig riesige Beerdigung und da denkt sie manchmal noch dran und wenn es ihr schlecht geht, dann geht sie zum Friedhof und besucht Uroma und Uropa. Sie nimmt dann immer Blumen mit und legt sie aufs Grab und manchmal nimmt sie auch eine Kerze mit. Einmal haben wir die zusammen angezündet. Mama hat gesagt, das Feuer ist wie die Erinnerung. Wir haben sie die ganze Zeit bei uns und können sie jederzeit hervorholen, indem wir an jemanden denken. Wenn wir ganz fest an jemanden denken, dann ist das wie diese Kerze, die für eine Weile ganz hell leuchtet. Damit halten wir die Erinnerung am Leben, indem wir sie immer wieder leuchten lassen. Dann wissen wir, dass sie noch da ist, und sie gibt uns Licht, wenn wir uns mal so fühlen, als wäre alles dunkel, weil wir traurig sind.

Jedenfalls weiß ich, dass Mama das nicht so gut fände, wenn ich überall im Wasser und in der Luft wäre. Ihr ist es bestimmt lieber, wenn ich einen schönen Platz auf dem Friedhof habe. Und wenn sie mal traurig ist, dann kommt sie mich besuchen und wir reden ein bisschen. Natürlich können wir nicht wirklich miteinander reden, aber manchmal fühlt sich das auf dem Friedhof so an, als ob das geht. Das ist dann richtig schön. Ich habe das auch mal gemacht mit Uroma und Uropa und obwohl ich die beiden gar nicht so richtig kannte, hat sich das gut angefühlt. Es waren auch ganz, ganz liebe Menschen, hat Mama gesagt. Und sie waren immer für uns da und haben oft auf mich und Lara aufgepasst, wenn Mama und Papa mal unterwegs sein mussten. Und wir haben uns immer darauf gefreut, sagt Mama.

Ich habe mal gehört, dass Friedhöfe manchmal auch anders sein können. Also nicht so, dass ein Grabstein neben dem anderen steht. Sondern da gibt es schöne Bäume und unter den Bäumen liegen dann die Menschen und die Bäume passen auf sie auf. Ich glaube, so etwas will ich auch. Dann bin ich zwar auf dem Friedhof, aber es ist doch irgendwie, als wäre ich in der Natur. Dann kann ich vielleicht doch ein Teil der Natur sein und wenn Mama mich besuchen kommen möchte, dann kommt sie einfach vorbei.

Weil ich das alles so wichtig finde, habe ich dann noch viel mehr über meine Beerdigung nachgedacht. Auch wen ich dahaben will und wie das alles dann so abläuft. Ich will, dass es die Leute auf meiner Beerdigung gut haben und deswegen gibt es auch ganz lecker Essen. Aber erst danach, denn auf dem Friedhof isst man ja nicht. Ich will auch so schöne Musik haben, die dann gespielt wird, und ganz viele Blumen. Ich mag Blumen und wenn die überall sind, dann freut sich Oma bestimmt ganz doll, weil die mag auch voll gerne Blumen.

Ich hab‘ das dann aufgeschrieben und dabei sind mir noch ganz viele Gedanken gekommen. Wie der Sarg aussehen soll oder ich glaube, wenn ich unter einem Baum sein möchte, dann ist das eine Urne. Ganz bunt soll die sein. Sowas gibt es auch schon. Ich habe mir an Papas Computer ein paar Bilder angeguckt und dann eine ausgesucht. Ich habe auch aufgeschrieben, wer alles kommen soll, und die sollen alle ganz schöne Karten bekommen als Einladung. Bei Uroma war da ein Bild von ihr drauf, aber ich möchte ein Bild von unserer ganzen Familie. Das ist viel schöner, weil das heißt, dass wir dann immer noch zusammen sind. In Gedanken jedenfalls, weil wir uns ganz doll liebhaben.

Als ich dann alles auf einen Zettel geschrieben habe und sogar Bilder dazu gemalt, habe ich es Papa gezeigt. Er hat mich erst ganz komisch angesehen und mich gefragt, warum ich denn über so etwas nachdenke. Aber als ich dann gesagt habe, dass das wichtig ist, weil ja sonst keiner weiß, wie ich das haben will, hat er gelacht. Und dann hat er gesagt, dass man das auch beim Bestatter machen kann, und der schreibt das dann alles für einen auf. Als ich gefragt habe, ob er das gemacht hat, hat er bloß mit dem Kopf geschüttelt. Also habe ich gesagt, dass wir ja zusammen mal hingehen können, ich mit meinen Zetteln und er kann sich ja auch mal Gedanken machen. Ich helfe ihm auch dabei. Dann hat er wieder gelacht, aber nur kurz. Plötzlich hat er so ernst geguckt. Das macht er immer, wenn er ganz doll nachdenkt. Und dann hat er gesagt, in Ordnung, das machen wir. Jetzt gehen wir bald zusammen zum Bestatter. Ich bin gespannt, was der sagt.

By Charlesjsharp - Own work, from Sharp Photography, sharpphotography, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49684512


05.04.2017

Bestattungsvorsorge verständlich erklärt !

Eine typische Situation, die Bestatter nur zu gut kennen: Ein Mensch verstirbt und seine Angehörigen sind überfordert. Dies ist der Ausgangspunkt des neuen Erklärfilms des Kuratorium Deutsche Bestattungskultur: Nach dem Tod ihres Vaters weiß Frau Werner einfach nicht, welche Entscheidungen sie am besten fällen soll. Sie stellt sich dabei ganz grundsätzliche Fragen, beispielsweise welche Bestattungsart sich ihr Vater wirklich gewünscht hat. http://www.bestatter.de/bestattungsvorsorge/


14.3.2017

Fotoausstellung "Wie schön Du bist" von trauernden Jugendlichen

Bild: Michael Friedmann.

Nach dem Erfolg im vergangen Jahr stellen auch in diesem Jahr wieder Jugendliche, die um nahe Angehörige trauern, beeindruckende Bilder vom 01. März bis 23. April 2017 in der Evang. Stadtkirche am Marktplatz in Ludwigsburg aus. Unter dem Motto „Wie schön Du bist" haben sich die Jugendlichen auf die Suche nach Motiven gemacht, die sie in Verbindung mit sich und ihren Verstorbenen bringen. An drei Tagen wurden die Jugendlichen in den Sommerferien von der Fotografin Angelika Kamlage und dem Team von Kinder- und Jugendtrauer, Nicola Rupps und Michael Friedmann, begleitet und inspiriert. Neben ganz alltäglichen und persönlichen Orten wurde der Gruppe auch exklusiv zu abendlicher Stunde das Ludwigsburger Schloss als Location zur Verfügung gestellt. Nach der Auswahl ihres Bildes wählten die Jugendlichen noch sehr persönliche Worte, die den Bilder an die Seite gestellt sind und den Betrachter einladen, seinen eigenen Gedanken zu Sterben, Tod und Trauer Raum zu geben. Unterstützt wurde der Fotoworkshop von der Bürgerstiftung Ludwigsburg und der Schlossverwaltung Ludwigsburg sowie von Hobby Foto, HP Deutschland und Picanova.de.

Die Ausstellung ist die Fasten- und anfängliche Osterzeit vom 01. März bis 23. April 2017 in der Evang. Stadtkirche Ludwigsburg bei allen Veranstaltungen und Gottesdiensten zu sehen sowie insbesondere auch jeden Dienstag von 14 bis 16 Uhr sowie am immer samstags von 11.30 bis 12.30 Uhr nach der „Musik zur Marktzeit” (Beginn jeweils um 11 Uhr). Die Ausstellung ist auch Teil des Projekts "Bevor ich sterbe", zu dem gesondert eingeladen wird.

Zur Vernissage laden die Jugendlichen selbst und das Team von Kinder- und Jugendtrauer am Samstag, 04. März um 11.30 Uhr in die Stadtkirche ein mit anschl. Begegnung und Einladung zum Kirchencafé. Öffentliche Führungen bietet Michael Friedmann, Seelsorger und Trauerbegleiter für Kinder und Jugendliche, am Donnerstag, 21. März um 15 Uhr, sowie am Samstag, 01. April um 12 Uhr an. Treffpunkt ist im Eingangsbereich der Kirche, der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Zudem bieten die Jugendliche auch wieder ihre Motive als Postkarten gegen eine Spende zur Finanzierung weiterer Projekte an.

Weitere Auskünfte bei Kinder- und Jugendtrauer, Tel. 07141 - 99 24 34 44 bzw. michael.friedmann@hospiz-bw.de bzw. www.kinderundjugendtrauer-lb.de



31.01.2017

Begleitung in Trauerzeiten erfordert Fachwissen und Einfühlungsvermögen

Von den Tücken provisionsbasierter Bestattungsvermittlung im Internet

Die Digitalisierung macht auch vor dem sensiblen Bereich einer Bestattung nicht halt. So geschieht die Suche nach qualifizierten Bestattern in der akuten Notsituation eines Todesfalles heute wie selbstverständlich über das Smartphone bzw. das Internet, nicht mehr über Telefonbücher. So selbstverständlich für die Deutschen die Suche nach dem Bestatter im Netz ist, so eindeutig aber auch die Aussage der Bundesbürger in einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts Dimap: 92 % der Befragten würden niemals eine Bestattung für ihren verstorbenen Angehörigen über das Internet beauftragen und bezahlen, ohne den Bestatter und sein Unternehmen vorher persönlich gesehen zu haben.

Kaum ein Wirtschaftsbereich unserer Gesellschaft setzt solche sensiblen persönlichen und fachlichen Qualifikationen voraus wie der Abschied von einem geliebten Menschen. Hier zählt der persönliche Eindruck und das tiefe Vertrauen, den Verstorbenen bei einem Bestatter in guten Händen zu wissen. Der Generalsekretär des Bundesverbands Deutscher Bestatter Stephan Neuser betont daher: „Der Bestatter lebt in ganz besonderer Weise von seinem guten Ruf und für einen würdigen Abschied gibt es keine zweite Chance.“

Immer mehr sogenannte Internet-Vergleichsportale für Bestattungen haben sich in letzter Zeit zu etablieren versucht. Sie suggerieren den Suchenden, dass Preise oftmals viel zu hoch seien und enorme Sparpotenziale möglich wären, wenn man über sie eine Bestattung beauftragen würde. Wenige wissen hingegen, dass es sich fast immer keineswegs um uneigennützige Serviceleistungen von Verbraucherschützern handelt, vielmehr um provisionsbasierte Makler und Vermittler. Knapp 80 % der Befragten der Dimap-Umfrage aus dem Oktober 2016, die vom Kuratorium Deutsche Bestattungskultur in Auftrag gegeben wurde, geben an, solche Portale nicht nutzen zu wollen. 77 % aller Befragten wussten auch nicht, dass im Falle einer Beauftragung Provisionen zwischen 12-20 % für die vermittelte Dienstleistung an das Vergleichsportal fällig werden. Oliver Wirthmann, Geschäftsführer des Kuratorium Deutsche Bestattungskultur, rät zu Preisvergleichen, jedoch nicht auf Basis einiger weniger Klicks, bei denen nur Rahmenparameter abgefragt werden können, vielmehr zu einem Vergleich in der eigenen Region auf Basis klar umrissener Leistungswünsche.
Stephan Neuser als profunder Kenner der Bestattungsbranche ergänzt, dass es stets auf transparente Kostenvoranschläge ankomme, bei denen jedoch gleiche Leistungen miteinander ins Verhältnis gesetzt werden müssen. „Low-Cost-Bestattungen“ erweisen sich im Nachhinein oftmals als vollkommen überteuert, fördern eine fragwürdige Entsorgungsmentalität, bei der Verstorbene von wenig qualifizierten Personen abgeholt und durch Transporte in Krematorien in anderen Teilen der Bundesrepublik verbracht werden. Problematisch ist insbesondere die Tatsache, dass im Bereich der Bestattung Menschen oftmals kein realistisches Preisgefühl haben und daher anfällig sind für Lockvogelangebote und scheinbare Verheißungen von Preisen, die bei näherer Betrachtung niemals realistisch sein können. So kennen Bestatter die stereotype Frage von Kunden: „Was kostet bei Ihnen eine Bestattung?“ Die Frage ist zwar verständlich, lässt sich aber mit einer schnellen Zahl nicht beantworten. Die ehrliche Antwort lautet stets: „Es kommt darauf an!“

Die Praxis zeigt deutlich, dass bei der Wahl eines Bestatters in der Region der am Ende zu bezahlende Kostenrahmen keineswegs über Angeboten liegt, die sich verlockend geben, Verstorbene aber nicht in der gebotenen Würde behandeln und letztlich ihr Geld auch nicht wert waren. Eigentlich ist es vollkommen einleuchtend: Wenn ein Vermittlungsportal neben dem Bestatter ebenfalls auf wirtschaftlichen Ertrag ausgerichtet ist, kann die Leistung nicht billiger werden, sondern wird unnötig verteuert. Die Beauftragung einer Bestattung ist stets ein ganz persönlicher Vertrauensbeweis merkt Stephan Neuser an und unterstreicht, dass man sich beim Gespräch mit einem Bestatter und in dessen Geschäftsräumen angenommen wissen möchte.

Auch bei geringen finanziellen Spielräumen können Bestatter einen persönlichen Abschied ermöglichen. Zu Vorsicht ist stets dann geraten, wenn intransparente Pauschalpreise aufgerufen werden, bei denen nicht ersichtlich ist, welche Leistungen der Bestatter selbst erbringt, welche er in Form von weitergereichten Kosten über die Rechnung einfordert und was die verwendeten Bestattungswaren im Einzelnen kosten. Der Bundesverband Deutscher Bestatter repräsentiert etwa 80 % der deutschen Bestatter, wobei über 1000 Betriebe das Markenzeichen führen, ein Qualitätssiegel, das durch den TÜV Rheinland/Intercert mit regelmäßigen Audits eine zertifizierte Qualität in Arbeitsabläufen und fachlicher Qualifikation dokumentiert. Antje Bisping, Qualitätsbeauftragte des BDB dazu: „Als echtes Qualitätssiegel ist das Markenzeichen eine objektive und verlässliche Entscheidungshilfe für eine qualitativ hochwertige Dienstleistung bei Bestattungen. Die Qualität wird hier nicht nur versprochen, sondern muss bei regelmäßigen Kontrollen auch nachgewiesen werden.“


Der Bundesverband Deutscher Bestatter hat auf seiner Internetseite www.bestatter.de ein eigenes Suchportal begründet. Im Gegensatz zu anderen Vermittlungsportalen lockt die Bestattersuche des BDB nicht mit dem vermeintlich billigsten Preis, sondern hilft bei der Suche nach einem ortsnahen Bestatter, dem man vertrauen kann. Über das Portal können direkt beim Bestatter auch unverbindliche seriöse Angebote eingeholt werden. Auf www.bestatter.de werden keine Vermittlungsprovisionen fällig, die nur dem Internet-Vermittler nützen. Denn der BDB und seine Unternehmen stehen auf dem Standpunkt: Nach der ersten Kontaktaufnahme per Internet sollte eine persönliche Beratung erfolgen, um den Angehörigen bestmöglich betreuen zu können. Am Ende steht ein seriöser vergleichbarer Kostenvoranschlag des Bestatters, so dass die Hinterbliebenen genau wissen, was auf sie zukommt.

Bundesverband Deutscher Bestatter e. V.
Volmerswerther Str. 79
40221 Düsseldorf
Telefon: ++49 (0)211 / 16 00 8 - 10
Fax: ++49 (0)211 / 16 00 8 - 60
Ansprechpartner:
Stephan Neuser, Generalsekretär – Bundesverband Deutscher Bestatter e.V.
Oliver Wirthmann, Geschäftsführer – Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e. V.
E-Mail: info@bestatter.de
www.bestatter.de

 


20.01.2017

Friedhof verändern – Teil 2: In die Mitte des Lebens rücken

Wenn Sie sich einen Ort vorstellen, an dem Sie morgens vor der Arbeit eine Runde joggen gehen, wo Sie in der Mittagspause die warmen Sonnenstrahlen auf den geschlossenen Augenlidern genießen und dann am Nachmittag gemeinsam mit Ihren Kindern eine Picknickdecke ausbreiten, um den Alltagsquerelen zum Trotz einige dieser so wertvollen Kodak-Momente zu erleben – woran denken Sie da? Sicher nicht an Friedhof. Aber wäre das so absurd?

Die meisten Friedhöfe sind sehr stille und irgendwie auch ein wenig trostlose Orte. Menschen kommen hierher, um zu trauern. Jeder Ausdruck von Fröhlichkeit oder gar ein glockenklares Lachen, das über die Gräber schallt, käme einem Frevel gleich. Es ist allgemeiner Konsens, sich auf einem Friedhof möglichst ruhig und „respektvoll“ zu verhalten. Das gehört sich einfach so.

Das Problem dabei ist: Der Friedhof, so wie er jetzt besteht, ist vom Aussterben bedroht. – Ironie des Todes, könnte man sagen.

Immer weniger Menschen legen wirklich Wert auf ein schönes Grab. Und warum auch, wenn dieser Wert kaum noch spürbar ist? Lohnt sich der Aufwand denn überhaupt für den obligatorischen Friedhofsbesuch einmal im Jahr? Da können wir doch lieber gleich die Sparvariante nehmen. Die, bei deren Anblick sich die Trauer quasi ganz von alleine einstellt.

Doch es geht auch anders – an manchen Orten bereits heute schon:

Mitten auf dem Dortmunder Hauptfriedhof weiden Schafe auf einer großen Wiese. Tagsüber trifft man auf den Wegen immer mal wieder Sportler an, teils sogar in größeren Gruppen. Auch die Tier- und Pflanzenwelt zeigt sich hier von ihrer besten Seite. Es gibt viel zu sehen. Eine Zeit lang soll sogar einmal ein Mann auf diesem Friedhof gelebt haben – so sagt man sich.

Dieses und andere Beispiele geben einen kleinen Ausblick auf das, was Friedhof werden kann: ein Ort, der den Tod und das Leben vereint. Hier geht es nicht nur um Trauer, sondern vielmehr um all die schönen Erinnerungen, die uns auch weiterhin begleiten. Doch damit das möglich ist, müssen wir den Friedhof mehr in unsere Mitte rücken und offener mit diesem Thema umgehen – miteinander sprechen, verändern, gestalten. Sicher, die eigentliche Handlung spielt sich dann vor allem dort ab, wo Friedhofsverordnungen aufgesetzt werden. Aber grundsätzlich ändern muss sich etwas erst einmal ganz woanders: in unser aller Köpfen.

By --Böhringer (Own work) [CC BY-SA 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons

 


18.1.2017

Friedhof verändern – Teil 1: Anker der Erinnerung statt Abstellgleis

Friedhöfe sind toll: Da ist ein Ort für jene Menschen, die uns entrissen wurden, und wir können jederzeit dorthin, um sie zu besuchen. Natürlich nicht „besuchen“ in dem Sinne, wie wir alte Freunde besuchen – dennoch gibt uns die Grabstelle ein besonderes Gefühl der Nähe und der Verbundenheit.

Und warum gehen wir dann nicht regelmäßiger auf den Friedhof?

Doch Friedhöfe sind oft auch alt und insgesamt wenig attraktiv. Das Grusel-Flair aus Kindheitstagen geistert noch immer leise durch den Hinterkopf und findet sich bloß bestätigt, wenn bei einem dieser lästigen Pflichtbesuche wieder alles durch und durch nach Friedhof aussieht. Park ist irgendwie schöner.

Aber das ist auch nur ein Teil der Wahrheit.

Der eigentliche Grund besteht darin, dass wir Friedhof unmittelbar mit dem Tod verbinden – und wir haben Angst vor dem Tod. Obwohl oder gerade weil er zu jenen Themen gehört, die wirklich jeden von uns betreffen, schieben wir ihn so weit wie möglich von uns weg. Und mit ihm auch jene Menschen, die wir an ihn verloren haben. Friedhof ist ein bisschen wie Altersheim: Es ist ein gutes Gefühl, einen nahestehenden Menschen dort gut aufgehoben zu wissen. Aber der Gedanke an einen Besuch verursacht immer ein leicht mulmiges Gefühl.

Sicherlich wäre es gut für uns alle, den Tod als Tabuthema aufzubrechen. Gespräche über ihn gesellschaftsfähig zu machen. Es wäre vermutlich ein befreiender Schritt – dafür sicherlich kein leichter.

Fangen wir also klein an: mit dem Friedhof.

Wenn ich einen Friedhof betrete, dann denke ich nicht an den Tod – sondern an einzigartige Menschen und an das Leben, das sie geführt haben. Wäre das Leben ein Film, dann wäre der Tod bloß der Abspann. Er gehört dazu. Aber er ist nicht das, weswegen wir uns einen Film noch mal anschauen.

In Dortmund weiden Schafe mitten auf einer Wiese auf dem Hauptfriedhof. Und es soll dort sogar mal ein Mann gelebt haben – so sagt man sich.

Sicher haben daran vor allem jene zu drehen, die Friedhofsverordnungen aufsetzen – aber grundsätzlich ändern muss sich etwas erst mal ganz woanders: in unser aller Köpfen.


1.12.2016

Anschreiben Katholisches Pfarramt Kornwestheim

Beim kramen in unserem Archiv ist uns ein interessantes Schriftstück aus dem Jahre 1948 in die Hände gefallen, dass wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.... Aber sehen Sie selbst.... Schreiben Katholisches Pfarramt


11.11.2016

Nachbericht zum Tag der offenen Tür

Am Dienstag, 1. November 2016 (Allerheiligen) haben wir unsere neuen Räumlichkeiten der Öffentlichkeit  präsentiert. Bei sehr schönem Wetter besuchten uns zahlreiche Kornwestheimer Bürger, Freunde und Geschäftspartner um mit uns mit einem Gläschen Sekt anzustoßen und die neuen Räume zu begutachten. Das Feedback war durchweg positiv. Auch einige kleine Gäste waren da und haben einen Sarg kunstvoll  bemalt. Alles in Allem ein gelungener Tag.

 


17.10.2016

Gerne laden wir Sie zu unserem Tag der offenen Tür ein. Kommen Sie auf eine Tasse Kaffee oder ein Glas Sekt vorbei und fragen Sie uns was Sie schon immer los werden wollten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch !

 

Stefan und Katja Raible mit gesamtem Gölz Raible Team.

 


14.10.2016

Für Gesten ist es nie zu spät

Von Hubertl - Eigenes Werk, CC-BY 4.0, httpscommons.wikimedia.orgwindex.phpcurid=36729791.jpg
Von Hubertl - Eigenes Werk, CC-BY 4.0, httpscommons.wikimedia.orgwindex.phpcurid=36729791.jpg

 

Da ist dieses schlechte Gewissen, weil wir Oma schon seit einiger Zeit nicht mehr besucht haben. Aber uns fehlt momentan leider einfach die Zeit dafür, die Arbeit verlangt uns einiges ab und auch sonst geht es gerade hoch her. Also verbannen wir den Gedanken tief in unseren Hinterkopf und widmen uns wieder den Tücken des Alltags. Schließlich geht es ja auch nicht anders.

Zwei Monate später haben wir noch immer keine Zeit gefunden und plötzlich ist Oma tot.

Diese Geschichte ist so oder so ähnlich wohl schon unzählige Male passiert. Das Versäumnis zieht ein Gefühl tiefer Schuld nach sich. Natürlich war es keine Böswilligkeit, vielmehr wurden bloß aus Unwissenheit die falschen Prioritäten gesetzt. Und doch verstärkt das eigene Schuldbewusstsein den Schmerz über den Verlust um ein Vielfaches. Die Gelegenheit zu einer letzten Begegnung ist ungenutzt verstrichen und der Abschied so schrecklich abrupt.

Aber auch wenn keine direkte Möglichkeit der Wiedergutmachung besteht, so können Sie trotzdem etwas tun: nun für Oma da sein und sich liebevoll um die Einzelheiten der Bestattung kümmern. Zeigen Sie, wie wichtig sie Ihnen ist, auch wenn sie selbst es nicht mehr miterlebt. Machen Sie es für sich – um so zumindest im Nachhinein das Richtige zu tun. Ob sich das in einem aufwendigen Abschied äußert, bei dem Sie sämtliche Register ziehen, oder in kleinen, aber besonderen Gesten der Wertschätzung, das bleibt dabei ganz Ihnen überlassen. Machen Sie es so, wie es sich für Sie richtig anfühlt.

Und überhaupt: Wenn Sie zu Lebzeiten eines besonderen Menschen etwas versäumt haben, holen Sie es einfach nach. Schreiben Sie einen Brief an ihn, unternehmen Sie die Reise, von der Sie immer gemeinsam geträumt haben. Was auch immer Sie schon so lange verfolgt – tun Sie das, was Sie vorher nicht getan haben. Es wird Ihnen guttun. Denn für Gesten ist es nie zu spät.

 


6.10.2016

Umzug in die neu renovierten Räumlichkeiten !

Das Warten hat ein Ende. Am Samstag, 1.10.2016 sind wir wieder in unsere neu renovierten Räumlichkeiten, in der Schafbergstraße16, gezogen. Gerne können Sie in unseren Räumen auf einen Kaffee und einen Plausch vorbeischauen. Ein schönen Empfangsbereich und 2 neue Beratungszimmer sind für Besuch bereit. Gerne zeigen wir Ihnen alles.

Einen Tag der offenen Tür wird es auch geben. Näheres folgt !

 


16.8.2016

Neue Schaufenstergestaltung in Ludwigsburg

Unsere langjährige Freundin und Grafikdesignerin Tanja Würtele hat für uns die Aufgabe übernommen an der Gestaltung unseres Dauerschaufensters in Ludwigsburg mitzuwirken. Hierfür hat sie eine Posterserie "Lebenswege" entworfen.

Auf ihrer Homepage: http://www.tanjawuertele-design.de/print-1.html (etwas weiter unten) hat Sie einen kleinen Bericht verfasst.

Wer möchte kann sich das Schaufenster auch gerne vor Ort in der Oststr. 62 in Ludwigsburg anschauen und auch gerne einen Blick in unsere Räumlichkeiten werfen. Wir freuen uns immer über Besuch :-)


16.8.2016

Für wen mache ich das hier eigentlich?

Bild:Von I, Luca Galuzzi, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1810800
Bild:Von I, Luca Galuzzi, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1810800

 

Unsere Verstorbenen beizusetzen, ist eines der Herzstücke unserer Kultur. Seit vielen Jahrtausenden gibt es Gräber – schon in der Steinzeit in einfacher Form, später bei den Ägyptern in teils gigantischen Ausmaßen. Der Friedhof, wie wir ihn heute kennen, ist aus dem normalen Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Warum auch? Und doch hat sich in den letzten Jahren einiges verändert:

Während die Bestattungskultur selbst zunehmend mehr Möglichkeiten eröffnet, um auf sehr persönliche und teils auch außergewöhnliche Weise Abschied zu nehmen, schwindet gleichzeitig an vielen Stellen das Bewusstsein für den eigentlichen Wert dieses Rituals. Klar, die nächsten Angehörigen befinden sich in der Verantwortung, die entsprechenden Schritte einzuleiten. Es gehört ja quasi auch zum guten Ton. Aber muss es denn wirklich etwas Besonderes sein? Das geht doch auch einfach, ohne großen Aufwand und vor allem: kostengünstig.

Sicherlich geht das. Nur ob das die richtige Entscheidung ist, zeigt sich oft erst später – wenn nichts mehr daran zu ändern ist. Deswegen sollten wir uns zuerst eine ganz elementare Frage stellen: Für wen mache ich das hier eigentlich?

Für den Verstorbenen?

Womöglich – weil sich schließlich jeder irgendwo wünscht, nicht sang- und klanglos zu verschwinden, sondern dass man an uns denkt. Und wenn wir uns schon nicht kümmern, wie können wir dann glauben, dass es später jemand bei uns tun wird? Aber für wen machen wir es dann tatsächlich? Denn rein rational gesehen, ist es für den Verstorbenen eher irrelevant, in welchem Sarg er liegt, wie die Trauerfeier abläuft oder wie sein Grab aussieht. Es wird ihm schließlich niemand mehr verraten. Wir dagegen fühlen ganz genau, ob ihm das alles gerecht wird oder nicht.

Und genau deshalb ist die Antwort im Kern meist eine andere: für mich selbst.

Denn wir sind es, die mit diesen Entscheidungen leben müssen. Wenn ein Abschied in lieblosem Ambiente stattfindet, dann sind wir es, die dasitzen und das aushalten müssen. Wir sind es, die die Erinnerung daran mit sich tragen werden, ein Leben lang. Dieser Moment ist nicht wiederholbar. Daher sollten wir unsere Entscheidungen so treffen, dass wir uns auch später noch damit gut fühlen.

Eine „besondere“ Bestattung ist übrigens nicht zwingend eine Sache der Brieftasche – vielmehr kommt es auf die vielen kleinen Details an, auf die Bereitschaft, sich einzubringen. Das kann jeder. Und es sollte nicht aus einer Pflicht heraus passieren, sondern aus dem Gefühl, dass „richtig“ zu handeln auch gut ist für uns selbst.

Bild:Von I, Luca Galuzzi, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1810800

 


18.7.2016

Wie Rituale uns helfen – in großen und kleinen Momenten

von Jacek Cisło (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 pl (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/pl/deed.en)], via Wikimedia Commons
von Jacek Cisło (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 pl (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/pl/deed.en)], via Wikimedia Commons

Jeder Mensch hat seine eigenen kleinen Rituale – vom morgendlichen Kaffee vor dem Frühstück über kleine Belohnungen nach erledigten Aufgaben bis hin zur nächtlichen Lektüre, um abschalten und anschließend besser einschlafen zu können. Oft fallen sie uns schon gar nicht mehr auf, sind kaum der Rede wert. Und doch möchten wir sie auch nicht missen, denn sie verleihen uns zusätzliche Struktur und geben uns immer wieder neue Kraftschübe für den Tag. Es sind bloß Kleinigkeiten – aber eben wichtige Kleinigkeiten.

Haben wir gerade einen geliebten Menschen verloren, sind da auch wieder Rituale, diesmal andere: Trauerfeier, Beisetzung, womöglich all dem vorausgehend eine offene Aufbahrung als moderne Form der Totenwache. Es gibt ein allgemeingültiges Verständnis davon, wie solche Momente auszusehen haben – jedenfalls im Großen. Im Kleinen dagegen ist Abschied wieder eine durch und durch persönliche Sache. Die „üblichen Gepflogenheiten“ können uns zwar eine Orientierung geben, doch sie dürfen keinesfalls Gesetz sein. Es ist wichtig, dass wir auch hier unsere eigenen Rituale finden, die sich für uns richtig anfühlen.

Wenn da gerade sonst nichts mehr ist, woran wir uns festhalten können, geben uns ebenjene Rituale unverzichtbaren Halt. Dabei ist es fast schon egal, ob wir eine großzügige Trauerfeier planen oder mit kleinen Gesten unsere Dankbarkeit und Liebe zeigen – entscheidend ist, dass wir uns Gedanken machen und dabei auf unser Herz hören. Nicht an Konventionen oder Grenzen denken, sondern einfach fühlen und machen. Und falls Sie kein Freund des Besonderen sind, ist das natürlich vollkommen in Ordnung. Ein regelmäßiger Besuch am Grab beispielsweise, mit Blumen und einigen Momenten des schweigenden Gedenkens, mag sich möglicherweise trivial anhören. Aber auch das ist ein Ritual. Ein kleines, möglicherweise kaum der Rede wert – doch so lange wir uns damit wohlfühlen, ist reden ja auch gar nicht notwendig.

 


07.07.2016

Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen: Tipps bei der Suche nach Bestattern im Internet

Der Bundesverband Deutscher Bestatter als Standesvertretung etwa 80 % aller in Deutschland tätigen Bestattungsunternehmen beobachtet seit mehreren Jahren den problematischen Trend, Bestattungsdienstleistungen über provisionsorientierte Vermittlungsportale im Internet anzubieten. Kern der dahinterstehenden Geschäftsidee eigenständiger Vermittlungsportale ist es, Bestattungen über den Weg des Internets anzubahnen und abzuschließen. Aus diesen Abschlüssen resultieren nach der Beauftragung Provisionszahlungen in Höhe von 12-20 % des Preises der vermittelten Bestattungsdienstleistungen. Diese Provision wird dem Bestatter in Rechnung gestellt und letztlich von den Trauernden bezahlt. Dabei argumentieren vieler dieser Portale damit, Bestattungen angeblich günstiger und mit großen Rabatten für ihre Kunden im Internet offerieren zu können. Vermehrt treten Portale in Erscheinung, die sich unkundigen und in der Trauersituation vielfach überforderten Menschen gegenüber als Verbraucherschützer darstellen. Die Vermittlung von Dienstleistungen auf Basis einer letztlich durch den Auftraggeber zu bezahlenden Provision wird dabei weitestgehend verschleiert. In fast allen derart belegbaren Fällen zeigt sich, dass die erbrachte Bestattung keineswegs günstiger ist als bei Preisvergleichen von Bestattern in der konkreten Region, vielmehr unnötig teuer, weil die zu entrichtende Provision bereits eingepreist wird.

Der Bundesverband Deutscher Bestatter rät Angehörigen in der schwierigen Situation, plötzlich mit dem Tod konfrontiert zu sein, daher zu Preisvergleichen bei vertrauensvollen Bestattern in der eigenen Stadt bzw. Region. Grundsätzlich kommt es bei Vergleichsangeboten darauf an, dass gleiche Leistungen beinhaltet sind, keine intransparenten Pauschalen aufgeführt werden und eine seriöse Differenzierung nach einzelnen möglichen Optionen, etwa einer Erd- oder Feuerbestattung, vorgenommen wird. Entscheidend für eine solide Beauftragung einer Bestattung ist stets ein transparenter und nachvollziehbarer Kostenvoranschlag.

Bestatter müssen sich bei einer Kooperation mit Vermittlungsportalen die Frage stellen, ob die von den Maklern bei ihnen abgefragten Pauschalpreise der individuellen Gestaltung von Trauerfeiern ihres Unternehmens und ihrem Seriositätsanspruch gerecht werden. Bereits seit dem Jahr 2015 hat der Bundesverband Deutscher Bestatter ein provisionsfreies und für alle Seiten kostenfreies Suchportal auf der Webseite www.bestatter.de eingerichtet. Dort können Menschen nach Bestattungsunternehmen in ihrem persönlichen Umfeld suchen, die einzelnen angebotenen Serviceleistungen des Bestattungshauses anhand plausibler Piktogramme direkt einsehen und ohne Vermittler Kontakt mit ihrem Bestatter aufnehmen. Ferner besteht die Möglichkeit, sich nach Angabe einiger grundlegender Optionen konkrete Angebote von maximal drei Bestattern via E-Mail schicken zu lassen.

Der Bundesverband Deutscher Bestatter sieht in den technischen Möglichkeiten des Internets eine gute Hilfestellung für Menschen, einen geeigneten Bestatter zu finden, der dann in der konkreten und persönlichen Begleitung individuelle Angebote erstellt. Eine Bestattung erfordert eine ehrliche und vertrauensvolle Beratung. Diese kann der schnelle Klick und die unpersönliche Beauftragung im Internet nicht leisten. Bei Preisen sind stets vermeintlich billige Lockvogelangebote von preiswürdigen und ehrlichen Bestattungen zu unterscheiden.

 

Quelle und Weitere Informationen:

Bundesverband Deutscher Bestatter e.V.
Postfach 10 23 34, 40014 Düsseldorf
Tel.: ++49 (0)211 / 16 00 8 - 10
Fax: ++49 (0)211 / 16 00 8 - 60


22.6.2016

Niemandem zur Last fallen - oder: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

Bild: Böhringer Friedrich (Eigenes Werk), CC BY-SA 2.5, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5, via Wikimedia Commons

Vielleicht kennen auch Sie ihn, diesen wundervollen, wenn auch manchmal etwas harschen Großvater, der immer so unerschütterlich im Sturm der Ereignisse stand. Als dann schließlich doch die Zeit ihre unnachgiebigen Spuren zu hinterlassen begann, da überdeckte er jedes Abbröckeln des Putzes mit einem mitreißenden Lächeln - und konnte er dieses einmal nicht halten, so wurde er für eine Weile unsichtbar.

Jede Hilfe war überflüssig, es würde schon gehen und er wolle ja sowieso niemandem zur Last fallen.

Auch später nicht. Deshalb war da der Wunsch nach einer anonymen Bestattung. Einfach einen sauberen Schlussstrich ziehen, ohne dass sich die Kinder und Enkel um viel kümmern müssen. Alles andere kostet ja sowieso nur unnütz Geld und wer hat denn schon etwas davon?

Niemandem zur Last fallen - ein gut gemeinter und doch schrecklicher Gedanke.

Denn da ist die Tochter, die helfen will - etwas zurückgeben -, und sie darf nicht. Da ist dieses versteinerte Lächeln, das Mut machen will, aber das gleichzeitig eine liebevolle Umarmung unmöglich macht. Und da ist diese einsame Rasenfläche, zu weit, um an einer Stelle davor stehen zu bleiben und an alte Zeiten zu denken. Irgendwo hier ist die Erinnerung vergraben - aber wo?

Entscheidungen mit dem Kopf zu treffen, mag im ersten Moment richtig erscheinen - doch oft ist es das Herz, das die Konsequenzen zu tragen hat. Wenn sich etwas im Nachhinein nicht richtig anfühlt, so verursacht das Schmerzen. Dauerhaft. Und so manch einer würde womöglich den komplizierten Weg nehmen wollen, damit es das Herz einfacher hat. Vielleicht auch gerade jener Mensch, der hinter unsere Maske blickt. Für den es eine Last ist, nichts tun zu können.

Deswegen ist es so wichtig, dass wir miteinander reden - und dann erst Entscheidungen treffen.

 


7.6.2016

Großer Umbau im Bestattungshaus Raible Kornwestheim

Nach nun über 33 Jahren in den „in die Jahre gekommenen“ Räumlichkeiten in der Schafbergstraße 16 in Kornwestheim und etlichen Schönheitsreparaturen, war es an der Zeit eine große Umbauaktion zu starten.

Nach längeren Überlegungen und Planungen, unterstützt durch das Architekturbüro Hoyer aus Kornwestheim, begannen letzte Woche schon die ersten Abrissarbeiten.

Hierbei werden die Räumlichkeiten total entkernt und von Grund auf erneuert. Es wird einen schönen Empfangsbereich geben und auch neue helle Beratungsräume.

Da wir auch in der Zeit des Umbaus natürlich für Sie da sind, haben wir uns ein Ersatzbüro/ Beratungsraum im Werkstattbereich eingerichtet und sind in der Zeit im Hinterhof zu erreichen.

Hier haben wir auch eine Glocke angebracht mit der Sie uns erreichen können. Telefonisch sind wir auch jederzeit unter 07154/ 41 33 erreichbar.

Wir freuen uns auf die neuen Räumlichkeiten und hoffen, daß alles wie geplant Anfang September fertig ist.

Ihr Bestattungshaus Raible



3.6.2016

„Mein erstes Mal …!“

Irgendwann ist es so weit, ein Mensch aus unserem näheren Umfeld stirbt und wir nehmen teil. Aber wie geht das eigentlich − teilnehmen an einem Todesfall?

Der langjährige nette Nachbar ist verstorben und wir erfahren davon. Von der Nachbarin, über einen Trauerbrief oder aus der Zeitung. Und wir wissen, da gibt es die Tochter des Verstorbenen, die regelmäßig zu Besuch kam. Gerne wollen wir uns mitteilen, unser Beileid aussprechen und vielleicht sogar etwas Trost spenden. Aber was ist passend, was angebracht und was gewünscht?

Eine Kondolenz schriftlich oder auch mündlich auszudrücken, ist nicht ganz einfach. Dennoch sollten wir nicht darauf verzichten, denn Worte helfen den Hinterbliebenen und Trauernden und auch letztlich uns selbst.

Ein paar Tipps:

  • Sprechen Sie die Hinterbliebenen direkt an: „Liebe Frau/Herr oder Familie Müller“
  • Formulieren Sie Ihre Betroffenheit: „Mit großem Bedauern hören wir …“, „Berührt möchten wir unser Beileid aussprechen.“, „Mein Mitgefühl gehört Ihnen.“
  • Senden Sie einen Gruß und Wunsch: „Wir wünschen Ihnen viel Kraft/Mut/Zuversicht.“
  • Wählen Sie eine Karte mit einem tröstlichen Motiv und einem Spruch oder Zitat, das Sie persönlich schön und passend finden.
  • Unterschreiben Sie handschriftlich.
  • Schreiben Sie keine E-Mail, SMS oder WhatsApp.

Der Besuch der Trauerfeier ist abhängig von den Wünschen der Angehörigen. Steht in der Traueranzeige „Beisetzung im engsten Familienkreis“, ist kein Besuch erwünscht. Ist die Formulierung offen: „Die Trauerfeier findet am Freitag, den 27.05.2016 um 10 Uhr auf dem Hauptfriedhof statt“, ist es einem selbst überlassen, teilzunehmen, aber man ist willkommen. Gleiches gilt für den persönlich erhaltenen Trauerbrief. Für die Teilnahme an einer Beerdigung gibt es heute keine starren Regeln mehr, denn der Grund der Zusammenkunft gibt ohnehin den Ton an. Seien Sie einfach pünktlich und kleiden Sie sich für sich passend. Ein kleiner Blumengruß zum Abschied ist nie verkehrt und kann am offenen Grab niedergelegt werden. Ein Händedruck und ein „herzliches Beileid“ trösten die Hinterbliebenen.

Ein Todesfall ist vor allem traurig und nie alltäglich, aber er gehört zum Leben!

von Mikel Ortega from Errenteria, Basque Country, Spain, with a retouche by Richard Bartz. See the
original file here. [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons



20.5.2016

Gehen & doch bleiben?

Ein Mensch geht, doch die Erinnerung an ihn bleibt unsterblich – eine Aussage, die in so manchem Ohr womöglich sehr kitschig klingt. Nichtsdestoweniger enthält sie einen wichtigen Funken Wahrheit.

Denn dass wir eines Tages gehen müssen, das liegt in unserer Natur. Der große Traum von Unsterblichkeit bleibt dagegen ironischerweise beharrlich. Doch selbst wenn es eines Tages medizinisch möglich sein sollte – um welchen Preis? Da schon eher Kinder als Sinnbild des ewigen Lebens, das biologische Fortbestehen in der Weitergabe der eigenen Gene. Und dann ist da eben noch die Erinnerung.

Ein innerer Drang vieler Schriftsteller, Künstler, Visionäre jeder Art ist es, etwas Bleibendes zu schaffen, etwas, das sie überdauert. Auch hier wohl der mehr oder weniger präsente Wunsch nach Unsterblichkeit, der Wunsch, in Erinnerung zu bleiben. Aber braucht es dafür wirklich große Taten?

In unserem Leben kommen wir mit vielen Menschen in Berührung, lernen zu lieben und geliebt zu werden. Was wir sagen, tun, fühlen – das hinterlässt Spuren in dieser Welt. Die lassen sich nicht so einfach verwischen. So können wir uns im Grunde sicher sein, dass wir auch nach unserem Tod in der Erinnerung der Menschen um uns herum fortbestehen werden.

Welche Bedeutung jeder Einzelne von uns hat, das sehen wir als Bestatter tagtäglich in jenen Augenblicken, in denen sich Hinterbliebene liebevoll mit großen oder kleinen Gesten von einem einzigartigen Menschen verabschieden. Und wir sind uns sicher, dass dies nur der Grundstein ist für eine Erinnerung, die vielleicht nicht unsterblich ist, aber doch zumindest sehr lange bestehen bleibt.

„BAUCHGEDANKEN“-Begriff © Marius Hanke

Foto: Coast in Medocino County in fog © Gordon F. Smith‘s parents (Eigenes Werk)
[GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via WikimediaCommons

 


 

11.04.2014

Unser neues Dienstfahrzeug ist ab jetzt auf den Straßen unterwegs

Für Behördenfahrten oder aber auch um Angehörigen von zu Hause zum Beratungsgespräch abzuholen oder auf den Friedhof zu fahren. Sprechen Sie uns an, wir haben gerne für Sie Informationsbroschüren an Bord !

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09.01.2014

Die gute Nachricht – Rückmeldung zur Faltgießkannen-Aktion zugunsten des Vereins ATEG (Arbeitskreis trauernder Eltern und Geschwister)

Durch den Verkauf unserer Faltgießkannen diesen Sommer konnte immerhin ein Erlös von ...mehr


16.12.2013

Seebestattungen in Würde und Seriosität

Der Bundesverband Deutscher Bestatter nimmt die Vorkommnisse um 67 nicht ordnungsgemäß seebestattete Urnen, die in einem leerstehenden Haus in Stolberg im Harz gefunden wurden, zum Anlass, auf grundlegende Fakten bei Seebestattungen hinzuweisen. ...mehr


10.12.2013

Bestattungen.de – Portal muss Provisionszahlung an den Bestatter nennen

Sehr erfolgreich endete im November 2013 der Rechtsstreit des BDB und VDB gegen das Internetportal bestattungen.de. ...mehr


14.11.2013

Pfarrerin Gisela Vogt mit den Konfirmanden der Friedenskirche zu Besuch

AIm Rahmen des Konfirmandenunterrichts besuchten die Mädchen und Jungen, die nächstes Jahr konfirmiert werden das Bestattungshaus Gölz.
Nach einer kurzen Einführung zu den Hauptaufgaben eines Bestattungsunternehmens durch Mitinhaberin und Geschäftsführerin Katja Raible ...mehr


13.05.2013

Faltgiesskanne für den Friedhofsbesuch

Ab sofort erhalten Sie bei uns praktische Faltgiesskannen für den Friedhofsbesuch. Der Preis von 2,50 Euro kommt in voller Höhe der Selbsthilfegruppe "Trauernde Eltern - Die Chance" zugute ...

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30.10.2012

Kultur und Würde auch auf den letzten Wegen - Bundesverband Deutscher Bestatter kritisiert pietätlose Massentransporte von Verstorbenen.

Die Vorgänge und Umstände bei dem Diebstahl eines Kleintransporters im Großraum Berlin mit zwölf Verstorbenen nimmt der Bundesverband Deutscher Bestatter zum Anlass, auf die Grundlagen ethisch verantwortbarer und pietätsvoller Überführungen Verstorbener sowie auf seriöse Bestattungsdienstleistungen hinzuweisen. Transporte von zwölf Verstorbenen ...

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25.09.2012

Audit in unserem Bestattungshaus am 25.09.2012

Das erste Audit (Betriebsprüfung ) nach der erfolgreichen Rezertifizierung des Markenzeichens durch den Bundesverband deutscher Bestatter im Jahr 2012 fand am 25. September diesen Jahres in unserem Hause statt. Unabhängige Prüfer führen ...

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14.09.2012

Bestattungshaus Gölz präsentiert sich nach umfangreicher Renovierung neu.

„Alles neu macht der Mai“ – mit diesem Motto starteten wir im Bestattungshaus Gölz in der
Ludwigsburger Oststraße Anfang Mai in die umfangreiche Renovierungsphase.
Das Ergebnis kann sich nun sehen lassen. Heller, moderner, angenehmer und einfach schöner stellen sich die Räumlichkeiten jetzt dar..

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22.06.2012

Das Begegnungscafe auf dem Kornwestheimer Friedhof
öffnet zum ersten Mal seine Pforten.

Sterben und Trauern gehören zum Leben dazu. Diesen Grundsatz verfolgt die ökumenische Hospizarbeit Kornwestheim.
Zu ihren bisherigen Säulen – der Sterbebegleitung und der Trauergruppe – kommt in dieser Woche eine weitere hinzu. Auf dem Friedhof an der Aldinger Straße eröffnet morgen das Begegnungscafé. „Jeder ist eingeladen“, erklärt die katholische Gemeindereferentin Claudia Ebert. Sie leitet gemeinsam mit Monika Sailer dasCafé.

...mehr            Einladung


02.05.2012

Erfolgreiche Rezertifizierung des Markenzeichens
nach ISO 9001:2008 – Zertifikate gültig bis 2015

Im März 2012 haben der Bundesverband Deutscher Bestatter e.V – Bereich Markenzeichen – und die angeschlossenen Markenzeichenbetriebe das von der LGA InterCert, einem Unternehmen der TÜV Rheinland Gruppe, durchgeführte Rezertifizierungsverfahren erfolgreich beendet. Im Abschlussgespräch bestätigten die Auditoren den Mitgliedsbetrieben und dem BDB ein gut funktionierendes Qualitätsmanagement‐System, das sich seit der Erstzertifizierung sehr positiv entwickelt hat. ...mehr


25.04.2012

Der ambulante Kinderhospizdienst Ludwigsburg zu Gast im Bestattungshaus Gölz Raible

Am Dienstagabend haben sich ca. 15 Frauen vom ambulanten Kinderhospizdienst Ludwigsburg auf den Weg nach Kornwestheim gemacht. Beim Bestatter vor Ort sich zu informieren und mal „hinter die Kulissen" zu schauen, war ihr Anliegen. Der Informationsbedarf war groß und die interessierten Gruppenmitglieder stellten vielen Fragen.
Katja Raible führte durchs Haus, stand Rede und Antwort und so waren beiden Seiten nach ca, 1,5 h um einige Erfahrungen reicher. ...mehr


05.03.2012

Herzliche Einladung zum Vortrag "Bestattungskultur im Wandel der Zeit"
m Philipp-Matthäus-Hahn-Gemeindehaus, Kirchstraße 17, Kornwestheim.

Referent ist Frieder Schwandt, Pfarrer i. R.
Der Eintritt beträgt 3 .- €.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Herrn Pfarrer Rau unter 0 71 54 / 72 96


19.01.2012

Neu: Raum zur Verabschiedung

Unser Raum zur Verabschiedung gibt Ihnen die Möglichkeit den Verstorbenen vor der Bestattung oder Einäscherung noch einmal zu sehen.  ....mehr


19.11.2011

Herzliche Einladung zum
Figurentheater in Kornwestheim

Figuren- und Maskentheater am 19.11.2011 um 19:00 Uhr in der Feierhalle auf dem Friedhof Kornwestheim.

Die katholische Kirche Kornwestheim und die ökumenische Hospizgruppe laden ein.
...mehr

 

 


13.10.2011

Qualität in der Bestattungsbranche
Bestattungshaus Raible ist durch den Bundesverband deutscher Bestatter zertifiziert.

Wie erkenne ich einen qualitätsbewussten
Bestatter?“, fragen Betroffene
im Trauerfall. ...mehr

 

 

 


06.04.2011

Täglicher Umgang mit Trauer und Tod
Katja Raible ist die erste Bestattermeisterin im Kreis

Ludwigsburg – Diamant, Friedwald oder doch ein klassisches Begräbnis? Katja Raible von Gölz Raible Bestattungen in Ludwigsburg berät ihre Kunden gerne, denn das Angebot für die letzte Ruhestätte wird immer vielfältiger. ...mehr

 

 

 

 


17.11.2010

Auf Einladung des Pflegeteams "BEN" aus Stammheim informierte Katja Raible mit ihrem Vortrag im "Treffpunkt Wohnzimmer" zum Thema "Bestattungsvorsorge" und beantwortete die Fragen der Teilnehmer.

Anschließend folgten interessante Gespräche und Diskussionen bei Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde.

 


25.09.2010

Am 25.09.2010 haben wir unser 100-jähriges Jubiläum gefeiert.

Viele Gäste haben uns bei dieser Gelegenheit besucht und informierten sich über unser Unternehmen. Anschließend konnten sich die Gäste bei einem guten Mittagessen und später bei Kaffee und Kuchen entspannen.

Schauen Sie sich gerne die Bilder des Jubiläums in unserer Bildergalerie an!

 


17.09.2010

Zum 100-jährigen Firmenjubiläum berichtet das Magazin "Bestattungskultur" in seiner Septemberausgabe über die Firmengeschichte unseres Bestattungsinstituts.

 

 


15.09.2010

Die Kornwestheimer Zeitung berichtet anlässlich unseres 100-jährigen Bestehens über die Firmengeschichte. Im Weiteren werden interessante Einblicke in die Arbeit unseres Familienunternehmens gegeben.

Darüber hinaus wird erläutert, wie die Werte unserer 100-jährigen Firmentradition in die heutige Arbeit einfließen.

 

 


27.05.2010

Am Donnerstag, 27. Mai 2010 hielt Stefan Raible auf Einladung des Malteser Hilfsdiensts Kornwestheim-Ludwigsburg einen Vortrag über Bestattungsvorsorge.

Nach einem ca. halbstündigen Vortrag hatten die zahlreichen Besucher noch die Möglichkeit Fragen zu stellen. Die Teilnehmer machen von diesem Angebot auch regen Gebrauch.

 

 


27.05.2010

Am 27.05.2010 fand unsere Veranstaltung zum Thema "Die General-/Vorsorgevollmacht - Wie kann ich für den Krankheitsfall vorsorgen?" statt.

 

 

 


12.05.2010

Unsere Ratgeberbroschüre mit vielen hilfreichen Ratschlägen rund um das Thema "Bestattung" ist erschienen.

Sie liegt in unseren Geschäftsräumen in Kornwestheim und Ludwigsburg für Sie bereit. Selbstverständlich senden wir Ihnen die Broschüre auch gerne zu.

 

 

 


16.11.2009

Am vergangenen Wochenende hielt Stefan Raible einen Vortrag über "Zusammenarbeit mit Bestattern" in der Notfallseelsorge.

Vor angehenden Notfallseelsorgern, die im Rahmen des Deutschen Roten Kreuz ausgebildet werden, ging Stefan Raible auf spezifische Dinge ein, die in einer Notfallsituation auftreten können. Hierzu zählt u. a. wie eine Todesbescheinigung aussieht und was im besonderen beachtet werden muss.

 

 


24.10.2009

Mit einer Finissage endete die Ausstellungreihe "verBucht" der Künstlerin Angelika Flaig in Zusammenarbeit mit dem Bestattungsinstitut Raible.

In unseren Räumen fand eine Lesung mit dem Autor Gernot Dilger statt, der aus seinem Buch "Pietkong- eine schwäbische Jugend" vorlas.

 

 


24.09.2009

Künstler setzen sich mit dem Tod auseinander!

 

 

 

 

 


02.06.2009

Neu! Gräberbesuchsdienst auf dem Friedhof Kornwestheim!

 

 

 

 

 


06.03.2009

Der neue Friedhofwegweiser der Stadt Ludwigsburg bei uns kostenlos erhältlich.

 

 

 

 

 


28.02.2009

Die Kornwestheimer Zeitung veröffentlicht unser Firmenportrait.

 

 

 

 


21.02.2009

In der Ludwigsburger Kreiszeitung wurde unser Firmenportrait veröffentlicht.

 

 

 

 

 

Inhaber Katja Raible und Stefan Raible

Oststraße 62
71638 Ludwigsburg

Telefon 07141 / 87 11 22
(jederzeit erreichbar)
Telefax 07141 / 8 16 32

Öffnungszeiten:
Mo. - Fr. 9:00 - 12:00
und 13:30 - 16:30 Uhr

Schafbergstraße 16
70806 Kornwestheim

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(jederzeit erreichbar)
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Mo. - Fr. 9:00 - 12:00
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